27.02.2026 – Junge Bürger treffen Landtagskandidaten

Im Vorfeld der Landtagswahl 2026 lud die Stadt Neustadt an der Weinstraße zu einem Austauschformat mit jungen Menschen bis etwa 30 Jahre ein. Die Veranstaltung ging auf einen Impuls politisch engagierter Neustadterinnen und Neustadter aus dem Wahlkreis zurück, die sich parteiübergreifend für mehr Dialog, weniger Polarisierung und eine stärkere Einbindung junger Menschen in politische Prozesse einsetzen.

Im Rahmen der städtischen Strategie „Demokratiestadt“ wurde hierfür ein neutraler und überparteilicher Rahmen geschaffen. Ziel war es, jungen Wählern einen niederschwelligen persönlichen Zugang zur Politik zu ermöglichen und den direkten Dialog mit den Kandidaten vor Ort zu fördern.

Alle Direktkandidaten waren an diesem Abend vertreten. Rund 30 bis 40 Personen nahmen an der Veranstaltung teil. Auch die Rheinpfalz war vor Ort.

Unser Direktkandidat Martin Rössler zeigte sich erfreut über die sachlichen und respektvollen Gespräche an allen Tischen. Es gab Zustimmung, es gab kritische Nachfragen. Genau davon lebt eine lebendige Demokratie.

Nach zwei Stunden intensiver Gespräche an insgesamt acht Tischen wurde deutlich, dass sich viele Themen wiederholten und junge Menschen ähnliche Anliegen bewegen. Besonders häufig wurden die Bereiche Schulbildung, Energiepolitik und Migration angesprochen.

Zum Thema Schulbildung stellte Martin Rössler klar, dass das Sprachproblem an unseren Schulen, das nun kurz vor der Wahl von anderen Parteien verstärkt thematisiert wird, nicht erst seit 2026 besteht, sondern bereits seit vielen Jahren. Es stelle sich daher die berechtigte Frage, warum dieses Problem erst unmittelbar vor der Wahl aufgegriffen werde und weshalb nicht schon früher wirksame Maßnahmen ergriffen wurden.

Hier zeigt sich aus unserer Sicht der Unterschied zwischen der AfD und den etablierten Parteien. Wir sprechen Probleme frühzeitig und klar an und benennen konkrete Lösungsansätze. Symbolpolitik wie kostenlose Schulbücher löst weder das Sprachproblem noch den bestehenden Lehrermangel.

Auch zur Migrationspolitik wurden kritische Fragen gestellt. Auf die provokante Frage, ob alle Ausländer ohne deutschen Pass abgeschoben würden, reagierte Martin Rössler mit einem augenzwinkernden Beispiel.

Er lud die Fragesteller ein, den AfD Infostand zu besuchen. Dort könne er ihnen mindestens ein Parteimitglied zeigen, das keinen deutschen Pass besitzt. Ironisch fügte er hinzu, dieses Mitglied unterstütze die AfD so lange, bis man an der Macht sei und ihn dann abschiebe.

Diese humorvolle Antwort sorgte selbst bei kritischen Teilnehmern für ein Schmunzeln und zeigte, dass auch schwierige Themen sachlich und mit Gelassenheit diskutiert werden können.

Es war ein gelungener Abend mit offenem Austausch und ehrlicher Diskussion. Solche Formate sollten künftig häufiger stattfinden.

Die Bürger haben hier die Möglichkeit, Direktkandidaten und Parteien unmittelbar anzusprechen und sich ein eigenes Bild zu machen, jenseits von Schlagzeilen und verkürzten Darstellungen in den Medien.